Lightroom Objektivprofile für manuelle Olympus-Objektive an der Sony A7

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“Dank” der breiten Objektivauswahl für Sony’s A7 habe ich mir spaßeshalber mal angesehen wie sich manuelle SLR-Objektive daran schlagen. Das Ergebnis ist so überzeugend dass ich das 35er FE Zeiss wieder verkauft habe und mir stattdessen einen Novoflex Adapter und einige manuelle Olympus OM Objektive angeschafft habe (24mm f2.8, 35mm f2.8, 50mm f1.8 und 100mm f2.8) – und es ist sogar noch Geld über!!

Am meisten Spaß macht das 24er Weitwinkel, und natürlich verzeichnet es etwas. Lightroom hat natürlich keine Idee was ich da aufgeschraubt habe und kann nicht korrigierend eingreifen.

Adobe hat aber auch für uns Freaks eine Lösung: mit dem Lens Profile Creator lassen sich für beliebige Kombinationen von Kameras und Objektiven Profile erstellen.
Die Vorgehensweise war mir zunächst nicht 100% klar, aber ich denke ich habe ein brauchbares Ergebnis erreicht. Hier meine Vorgehensweise:

  1. Calibration Chart ausdrucken (7×13 A4) und gerade an die Wand hängen. Halbwegs vernünftig ausleuchten.
  2. Kamera auf Blende 11, Stativ
  3. Stativ auf minimale Fokusentfernung – 3 Bilder durch Neigung des Stativs: Chart mittig und am oberen/unteren Rand. Darauf achten dass das ganze Chart scharf im Bild ist.
  4. Stativ nach links verschieben, 3 Bilder mit Chart am linken Rand mittig, oben und unten. Das gleiche mit dem rechten Rand. Die Entfernung bleibt gleich (Stativ parallel zum Chart verschieben) wodurch man 9 Bilder mit gleicher Entfernung enthält.
  5. Stativ auf das 5-fache der minimalen Entfernung stellen (ungefähr), dann nochmal die 9 Bilder.
  6. Alle 18 Bilder in den Lens Profile Creator laden (als DNG, unbehandelt), Objektiv benennen. Den Ladevorgang einzeln für die 9 Bilder pro Entfernung machen um 2 Sets im Tool zu haben.
  7. Rechts im Lens Profile Creator die verwendete Matrix einstellen (bei mir: 13×21, 36pt). Jweils das mittige Bild aus beiden Sets anklicken, hinreichend vergrößern und mit dem Lineal die Breite eines Kästchens ausmessen und rechts eintragen.
  8. “Generate Profile” klicken und warten (das dauert LANGE).
  9. Auf Anfrage unter aussagekräftigem Namemn abspeichern, danach kommt der nächste Lauf. Projekt abspeichern.

Danach Lightroom neu starten, und die Objektive stehen zur Verfügung. Hier ein Beispiel mit dem 24er:

Vorher:

Olympus H.ZUIKO AUTO-W 1:2.8 f=24mm unkorrigiert

Nachher:

Olympus H.ZUIKO AUTO-W 1:2.8 f=24mm mit Profilkorrektur

Ich habe bisher zwei Profile erstellt, für das 24mm f2.8 und das 35mm f2.8.

Ich stelle die Profile in meiner DropBox zur Verfügung: https://www.dropbox.com/sh/0raldti8cmeaye3/FJ06qoStv9

Für Feedback wäre ich dankbar!

Meine Kamera des Jahres 2012?

(OK, technisch sind es noch 4 Wochen bis zum Ende des Jahres, und wer mich kennt weiss dass da noch Einiges passieren kann, aber man will ja nicht an Weihnachten bloggen…)

Selten gab es in einem Jahr so viele interessante Entwicklungen und neue Kameras wie 2012 – ein dramatischer Preisverfall durch die ganze Landschaft, der Siegeszug der Spiegellosen – mehr kann man Käufer nicht verwirren. Und letztendlich gilt weiterhin: GO OUT AND SHOOT – realistisch gesehen machen alle Kameras tolle Bilder wenn das richtige Auge auf der anderen Seite ist. Ich habe mir neulich mal meine Flickr-Favourites von anderen Fotografen runtergeladen und die EXIFs betrachtet, unglaublich was man mit minimalem Hardwareeinsatz machen kann! Und genau darum geht es in diesem Post auch: na klar wäre eine Sony RX1 oder Nikon D800 etwas Tolles, aber auch mit kleinem Geldbeutel kann man tolle Ergebnisse erzielen.

Daher vorneweg mein Jahressieger 2012: Die Nikon D3200!

Das wird jetzt sicher viele aufstöhnen lassen – das ist doch ein Einsteigermodell, der dunkle Sucher, da fehlen Knöpfe, keine Blitzfernsteuerung… aber trotzdem – die Kamera stellt für mich derzeit den besten Kompromiss aus Qualität, Preis und Größe dar. Gerade die Größe ist ein wichtiger Faktor – die beste Kamera ist nutzlos wenn man sie nicht mithat, ein Grund warum ich mich (schweren Herzens) wieder von der Nikon D700 getrennt habe.

Die D3200 kostet (z.B. bei Amazon Warehouse) mit dem ausgezeichneten 18-105mm etwas über 500 Euro und bietet dafür den wohl besten APS-C Sensor mit 24 Megapixeln und dem Prozessor den auch die Nikon D4 besitzt. Dazu noch das Dream Team Nikkor 35mm f1.8 und Nikkor 50mm f1.8G und es bleibt eigentlich kein Wunsch mehr offen, und preislich liegt man immer noch deutlich unter 1000 Euro!

Alternativ bietet sich die Nikon D5100 an, mit nicht weniger guter Bildqualität und Schwenkdisplay.

Hier ein paar Beispiele aus meinem Fotostream – ich finde das kann sich sehen lassen.

Lesenswert auch die Kommentare von Thom Hogan oder Kirk Tuck, sowie der DxOMark Testbericht.

Die Mitbewerber

Fujifilm X-E1

Die mit Sicherheit schönste und interessanteste Kamera des Jahres: Metallgehäuse im Stil einer Leica Sucherkamera, die Technik und Bildqualität der doppelt so teuren X-Pro1 – fantastisch. Wer nicht knipst sondern bewusst fotografiert erhält hier das qualitativ und haptisch wohl beste Werkzeug. Zusammen mit dem 35mm f1.4 ist das ein Paket das von der Bildqualität her kaum zu schlagen ist, selbst Vollformat muss sich da anstrengen.

Hier sind ein paar Beispiele – noch nie hat fotografieren mehr Spass gemacht. Leider ist der Autofokus nicht der schnellste, womit sich einige Motive (Kinder, Sportveranstaltungen) zumindest für mich so unhandlich gestaltet haben dass ich mich wieder davon getrennt habe. Mit einem grossen weinenden Auge…

Olympus OM-D E-M5

Noch mehr Retro, nicht weniger schön als die X-E1. Die OM-D hat mit ihrem 16MP Micro Four-Thirds Sensor für bisher nicht gekannte Qualität gesorgt – endlich ist auch mit mFT qualitativ hochwertige Fotografie möglich. Dazu ein rasend schneller Autofokus, ein abgedichtetes Gehäuse – klasse.

Was aus dieser Kamera rauszuholen ist konnte man auf dem von Olympus gesponsorten OM-D Workshop lernen – eine besondere Erfahrung dieses Jahr.

Objektivempfehlungen: Das “PanaLeica” Summilux 25mm f1.4 und das Olympus 45mm f1.8 Portraitobjektiv. Messerscharf.

Mir war das Gehäuse dann doch etwas zu filigran, insbesondere mit den kleinen Schaltern und Knöpfen. Die Akkulaufzeit war auch eher spärlich, und Olympus konnte über mehrere Monate hinweg keine Zusatzakkus liefern…. Der Preis eines “brauchbaren” Systems mit 2 guten Festbrennweiten liegt dann auch nahe an 2.000,–, wo man dann doch ins Grübeln kommt. Dafür hat man natürlich ein sehr kompaktes Kit.

Olympus E-PL5

Die Lösung für dieses Problem könnte für Viele die Olympus E-PL5 darstellen: die Technologie der OM-D verpackt im Gehäuse eine Kompaktknipse, ohne jegliche Abstriche an der Bildqualität. Wer ohne Sucher am Auge auskommen kann (ich leider nicht) hat damit meiner Meinung nach eine Traumlösung gefunden!

Bildbeispiele: http://www.flickr.com/search/?w=51035546984@N01&q=e-pl5

Pentax K-5

Die Pentax K-5 (oder auch die K-30, derzeit mit 50,– Cashback!) ist so eine Art Geheimtip. In den Läden findet man Pentax leider kaum mehr, auch in den Fotozeitschriften zahlen Canon und Nikon offenbar besser (anders kann man sich die verwirrten Testberichte da nicht erklären).

Die Pentax-Bodies nutzen den gleichen 16MP Sony-Sensor wie beispielsweise die Nikon D7000 und D5100 und stehen denen in der Bildqualität (logischerweise) um nichts nach. Dazu ist der Body abgedichtet (es gibt Leute die eine K-30 unter dem Wasserhahn reinigen…) und hat einen Stabilisator im Gehäuse, was die Objektive günstiger macht.

Vom Gehäuse her ein einziger Traum, und die Pentax Limited Objektive haben unter Fotografen Kultstatus. Ich hatte leider Schwierigkeiten mit dem Blitz, und auch hier landet man mit hochwertigen Festbrennweiten eher bei 1.500,– (z.B. 35mm und 50mm). Trotzdem im Spiegelreflexbereich eines meiner Lieblingssysteme.

Fazit

Das war für mich 2012 im Bezug auf Fotografie-Hardware. Für 2013 habe ich mir nach der Olympus-Erfahrung vorgenommen mindestens 2 Kurse/Workshops zu besuchen und etwas mehr den Schwerpunkt auf das Fotografieren zu legen – mal sehen was aus den Vorsätzen wird ;)

Ich hoffe die Übersicht hat dem Einen oder Anderen geholfen – es ist ja noch genug Zeit um für sich oder Andere Weihnachtsgeschenke einzukaufen!

Makro an der Olympus OM-D, aber günstig!

Ich bin meinem Ziel der perfekten Objektivkombination schon ziemlich nahe: klein und kompakt sollte es sein, lichtstark – und günstig.

Das m.Zuiko 45mm f1.8 ist ein no-Brainer – schärfer geht ohne Waffenschein kaum. Danach aber wird’s schwierig – trenne ich mich von dem sehr universellen – aber auch sehr langen – 12-50mm Kit-Objektiv zugunsten eines ‘kurzen’ Pancakes? Mal unabhängig davon ob es das Olympus 17mm f2.8, das Panasonic 20mm f1.7 oder das Panasonic 14mm f2.5 wird – was mache ich mit den hervorragenden Makro-Fähigkeiten des 12-50mm??

Ganz einfach: die schon mit der D3200 erprobte Raynox 150 Makro-Linse passt auch ganz toll zu dem 45er, wie man hier sieht. Gegenüber einem dedizierten Makro zwar etwas unflexibler, aber dafür unheimlich scharf! Der Raynox-Klemmadapter passt nicht, dafür hilft ein günstiger 37mm zu 43mm Stepup-Ring weiter!

Beide Fotos sind mit der 150er gemacht – hat jemand die 250er und kann berichten?

Aperture and iPhoto now support the Olympus OM-D E-M5

Apple has released Digital Camera RAW Compatibility Update 3.13 which brings support for new cameras:

– Canon EOS-1D X
– Nikon D800E
– Nikon D3200
– Olympus OM-D E-M5
– Panasonic LUMIX DMC-GF5
– Sony Alpha SLT-A57

You can get it via Software update. I haven’t tried it yet, but I have used Lightroom 4.1 Release Candidate 2 which also supports the OM-D:

Picture taken with the 12-50mm kit lens – amazing!

Amazon Warehouse currently lists the Olympus OM-D E-M5 from EUR 1.000,09!