Twitter verkauft Deine Browser-History

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Auch ein Unternehmen wie Twitter will Geld verdienen, und wie immer bei kostenlosen Diensten tun sie das mit den Daten ihrer Nutzer. Nein, diesmal geht es nicht um die NSA – Twitter will ‘lediglich’ dafür sorgen dass die gezeigten Anzeigen besser auf den User passen.

Um das zu ermöglichen können Werbetreibende hashes der EMail-Adressen oder Cookie Daten von ihren Usern an Twitter senden, Twitter versucht das dann zu matchen und den Usern die auch auf Twitter sind gesponsorte Werbung anzuzeigen.

Wer das nicht mag (…) kann es in den Einstellungen deaktivieren:

https://twitter.com/settings/account

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Das zusätzliche “Do Not Track” darüber empfehle ich ebenfalls zu aktivieren. Kann man übrigens auch in den meisten Browsern einstellen, hier bei Google Chrome:

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Fazit: (ok, der Titel des Posts ist vielleicht etwas irreführend, aber so ging es heute durch die Medien): Twitter gibt zwar Deine Daten nicht aktiv raus, erhält aber von Werbetreibenden Daten über Deine sonstigen Vorlieben. Auch nicht unbedingt das was man möchte…

Google Datenschutz: YouTube Suchverlauf/History löschen

Seit gestern sind ja Google’s neue Datenschutzrichtlinien aktiv. Wie man die search history löscht und deaktiviert ist ja schon hinreichend dokumentiert worden, ähnliche Datenkraken sind aber auch in anderen Google-Produkten versteckt.

Hier mal exemplarisch die Anleitung für YouTube:

Zum YouTube Video Manager wechseln. Dort auf “Verlauf” klicken:

Dann “Gesamten Verlauf löschen” und “Pause Viewing history” klicken (daß man für Letzteres erst nochmal auf “Verlauf” muß und der Text nicht übersetzt wurde ist sicherlich nur ein bedauerliches Versehen…)

Dann das gleiche Spiel nochmal mit “Suchverlauf”:

Das Google dieses Vorgehen für eine Ausnahmeregelung hält zeigt die Erfolgsnachricht nach dem Ausschalten:

Hey, Google – wenn ihr schon alle meine Daten zusammenführt wäre es nur angemessen, auch die Abschaltknöpfe zentral zusammenzufassen!

Facebook Gesichtserkennung abschalten

[OK, schlechtes Wording – man kann die Gesichtserkennung natürlich nicht abschalten wie Kristian richtig schreibt, man kann nur verhindern dass die erkannten Gesichter Freunden vorgeschlagen werden. Sehr sehr übel – mal gespannt was die Datenschützer dazu zu saen haben…]

Facebook hat still und heimlich die automatisierte Gesichtserkennung eingeschaltet, d.h. Gesichter in hochgeladenen Fotos werden automatisch erkannt (!) und eure Kontakte werden jetzt aufgefordert euer Gesicht in Bildern zu identifizieren (und aus Beobachtungen bei Bekannten, insbesondere Jugendlichen, kann ich ableiten dass die das dann auch tun.).

Wer das nicht mag muss unter “Account – Privacy Settings” (Deutsch: “Freunden Fotos von mir vorschlagen – Wenn Fotos nach mir aussehen, eine Markierung für mich vorschlagen” [Aktiviert|Gesperrt]” – Danke, Frank!) dieses “Feature” abstellen:

Sehr schade dass man nicht generell verhindern kann in Bildern getaggt zu werden…

Social-Datenschutz-Freitag

Nachdem meine Liste der spektakulären Hacks und Datendiebstähle der letzten Wochen/Monate auf mittlerweile fast 30 angewachsen ist rufe ich anlässlich des Wochenendes mal dazu auf zu prüfen wie denn eure Social Networks bezüglich Freigaben für andere Dienste eingestellt sind.

Man kennt das ja – man findet eine interessante Anwendung, und oh – die kann ja direkt die Daten zu Twitter oder Facebook weiterschicken, oder man kann sich per Twitter/Faceboook anmelden ohne erst ein Konto erstellen zu müssen – nett!

Die Kehrseite der Medaille ist dass man damit den Anwendungen Zugriff auf die eigenen Daten gibt. Unbegrenzt, im Rahmen der Freigabe. Und meistens unnötig, weil man den Dienst dann doch nicht so oft nutzt.

Schaut euch mal in Twitter und Facebook die Freigaben an – ich war erstaunt wie viele das doch waren… (jetzt nicht mehr).

Facebook

https://www.facebook.com/settings/?tab=applications

Twitter

https://twitter.com/settings/applications