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Tja, eBay, das war’s dann wohl mit uns….

eBay kassiert von Käufern künftig selbst

“Wer künftig etwas auf eBay kauft, soll den Kaufpreis nicht an den Verkäufer, sondern an eBay zahlen. Der Onlinemarktplatz schüttet das Geld dann an die Verkäufer aus. Das gilt unabhängig von der Zahlungsmethode, so dass Käufer bei jeder Bezahlung von eBay abgesichert werden.

Der neue Zahlungsprozess soll das bisherige Prozedere ab Sommer ersetzen.

EBay will mit der neuen und sehr an Amazon erinnernden Zahlungsabwicklung seinen Käufern einen besseren Schutz und mehr Konsistenz beim Handel ermöglichen. Erhält der Käufer einen Artikel trotz Bezahlung an eBay nicht oder weicht der Artikel erheblich von der Artikelbeschreibung ab, erhält er den Kaufpreis inklusive Versandkosten von eBay zurück.”

Und das nach über tausend Bewertungen…. ich bin ja mal gespannt wie viele neue Mitarbeiter die dann einstellen, um die ganzen Beschwerden zu behandeln. Man muß sich das mal klarmachen – jede Kommunikation (egal wie schwierig), die heute zwischen Käufer und Verkäufer abläuft, hat zukünftig eBay als weiteren Ansprechpartner. Das muß doch ein enormes Volumen sein! Dazu noch das Gefummel wenn die Überweisung mal wieder einen unklaren Betreff hat, oder die Bank die Zahlung wegen nicht ganz korrektem Empfängernamen ablehnt.

Dazu noch Verkaufsgebühr + erzwungene PayPal-Gebühr – das lohnt nur noch in seltenen Fällen.

Wie sieht das denn dann rechtlich aus – bisher ist eBay ja quasi nur ein Kleinanzeigenblatt, das komplette Geschäft läuft zwischen Käufer und Verkäufer. Wenn da eBay jetzt mitspielt, welche Ansprüche entstehen dann Käufer und/oder Verkäufer? Wer haftet wofür? Wie sieht es im Streitfall aus, wenn der Verkäufer korrekte Ware verschickt hat, der Käufer jedoch Mängel geltend macht (ob echte oder fiktive)?

Das kann nur in die Hose gehen…

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