2011-11-30_11-14-40

in Blogging

Danke, DHL – ich kaufe sicher nicht mehr bei MeinPaket.de

Das DHL-Einkaufsportal MeinPaket.de wirbt in letzter Zeit verstärkt mit attraktiven Gutschein-Aktionen. So gab es neulich beispielsweise einen 16% Gutschein der bis 2.000,– gültig war, d.h. im besten Fall eine Ersparnis von 320,– Euro.

Beim Versuch ein solches Angebot zu nutzen (nicht ganz in dieser Höhe…) wurde meine Bestellung zunächst angenommen. Als ich mich dann am nächsten Tag bei dem eigentlichen Händler erkundigte fand der meine Bestellung nicht. Einen Tag später kam eine EMail die mir mitteilte, daß man die Bestellung storniert habe:

“Warum wurde die Bestellung storniert?
Unter Umständen ist es möglich, dass das Sicherheitssystem von MeinPaket.de Bestellungen zum Schutz der Kunden überprüft und in Einzelfällen nach gewissen Kriterien storniert. Dies ist kein technischer Fehler. Die Prüfungen beziehen sich beispielsweise auf das gewählte Zahlungsmittel, die Produktgruppe, den oder die gewählten Artikel sowie deren Bestellmenge.

Bei unserer Stornierung handelt es sich dabei in der Regel keinesfalls um eine grundsätzliche Ablehnung von Ihnen als Kunde, sondern um eine fallweise Entscheidung, die eine unberechtigte Nutzung zu Ihrem Schutze verhindern soll.

Wie geht es weiter?
Wir freuen uns, wenn Sie weiterhin an den stornierten Artikeln interessiert sind und empfehlen Ihnen eine erneute Bestellung der Artikel unter Verwendung eines sicheren Zahlungsmittels, wie z.B. die DHL Checkout Vorkassezahlung.

Wir bitten Sie um Verständnis, dass unser Kundenservice keinerlei Möglichkeiten hat, die konkreten Gründe für die Stornierung einzusehen oder Änderungen an dem Sicherheitssystem vorzunehmen.”

So kann man natürlich auch verhindern daß Rabatte genutzt werden.

So far, so good. Spannend war allerdings, daß ich im Anschluß meine Kreditkarte bei KEINEM anderen Geschäft, auch nicht im Supermarkt, einsetzen konnte! Des Rätsels Lösung: bei der Bestellung hat meine Bank ordnungsgemäß den Betrag auf der Kreditkarte reserviert, d.h. für spätere Zahlung bei Lieferung vorgemerkt, und das Kartenlimit entsprechend erniedrigt. Als MeinPaket die Bestellung (aufgrund welcher Kriterien auch immer, ich habe da schon mehrfach eingekauft…) storniert hat haben sie diese Autorisierung nicht zurückgenommen. Das macht die Bank zwar bei nicht erfolgter Lieferung nach einigen Tagen automatisch, so lange ist das Limit aber entsprechend blockiert. Es versteht sich von selbst daß man das als Händler wideruft um den Kunden sein Limit zurückzugeben (könnte ja sein daß er woanders einkaufen möchte).

Nachfragen beim Kundenservice wurden über Tage hinweg regelmäßig mit

“Liebe Kundin, lieber Kunde,

MeinPaket.de hat Sie nicht vergessen. Aufgrund des momenanten hohen Anfragevolumen, kommt es leider zu erhöhten Wartezeiten. Bitte entschuldigen Sie dies.

In einzelnen Ausnahmefällen kann in Ihrem Interesse zur Klärung einer Anfrage auch eine ausführlichere Recherche notwendig sein. In diesem Fall bitten wir Sie um etwas Geduld und bedanken uns im Voraus für Ihr Verständnis.

Sobald wir aktuelle Informationen vorliegen haben, werden wir Sie dementsprechend umgehend informieren – versprochen!”

beantwortet. Sehr hilfreich, wenn man online ohne Zahlungsmittel dasteht.

Auch nachdem dann eine Antwort kam weigerte sich MeinPaket das Problem anzuerkennen und verwies auf die Bank. Die kann natürlich gar nichts dafür, denn sie hat ja ordnungsgemäß die Zahlung genehmigt und wartet – mangels anderer Mitteilung – auf die Abbuchung des Betrags durch den Händler.

Zu allem Überfluß wurde auch nachdem die Autorisierung automatisch storniert wurde jeder weitere Versuch mit Kreditkarte bei MeinPaket einzukaufen mit Fehlermeldung abgewiesen. Man kann natürlich per Vorkasse zahlen, ist klar ;)

Ergebnis der Rückfrage dazu:

“Konnten Sie Ihre Bestellung wiederholt bei der Auswahl eines anderen Zahlungsmittels nicht ausführen, bedauern wir dies sehr und müssen Ihnen mitteilen, dass Sie bei uns leider nicht einkaufen können.”

Fein. Dann halt nicht.

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